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11 Februar, 2010

Wilders ist auch eine Gefahr für Deutschland und Europa

Mein Artikel (Englisch: How the Wilders Hysteria is Linked to Holland. Who exploits it. And how it will disappear. (1, Pipes) [EN]) wurde 10. Februar 2010 in deutscher Übersetzung veröffentlicht in der Neue Rheinische Zeitung. Du kannst es auch lesen auf Huibslog.
(Ich danke die beiden Übersetzerinnen und Mariam Dagmar Schatz, die mein Text mit manchen Links bereicherte. Und ebenfalls die NRZtg, die, wenn Marx und Engels noch lebten, bestimmt von ihnen würdig gekürt gewesen wäre, um ihren berühmten 1848er Zeitung unter ganz neuen Umständen fortzusetzen. Obwohl ... eines ihrer Prinzipien war: "Wen man liebt, wird mit beißendem Kritik geschlagen!" Material für Henryk Broder. An der Arbeit, Henryk!)
Die NRZtg ist eine Kölner Online Zeitung, die Teil ist von der aktiven Widerstand der kölner Bürger gegen dem versuchten Aufmarsch von neu-Rechts in Deutschland, der gegenwärtig in der Gestalt von "Islamkritikern" auftritt.
Wenn ich sage "aktive Widerstand", ist es keine Übertreibung. September 2008, wurde eine von der "Pro-Köln" Partei (voller post- und neu-Faschisten, wie Markus Beisicht) veranstaltete europäische Manifestation gegen der "Islamisierung Europas" mit dem Vlaams Belang, dem Front National, englischen White-Suprematists, usw. von einer wahren Bürgermobilisierung unmöglich gemacht! (Ich berichtete: Das Pro-Kölner Narrenschiff, Huibslog, 20 Sept. 2008).
Wilders: Taktische Distanz zu europäischen Rechtsaussenseitern, aber...
Geert Wilders und sein PVV, obwohl eingeladen, nahmen an jenem Kölner Versuch zur Zusammenarbeit von europäischen Rechtsaußenseitern NICHT Teil. Meiner Meinung nach, nicht aus Prinzip, sondern aus strategischen Gründen. Wilders kann nur verlieren, wenn seine Gefolgschaft in Holland, die sich meistens zusammensetzt aus Menschen die
  • von der Globalisierung,
  • von der Überfremdung,
  • von der europäischen Vereinigung und
  • von der unterstellten Gefahren für die Redefreiheit,
bewegt sind, aber die im Grunde Demokraten und Toleranten sind, sich plötzlich in der ekelhaften Gesellschaft von Beisicht, De Winter und der Lega Nord zurückfinden würden!
... es gibt Ausnahmen, und ...
Dass Wilders' Distanz zu den Rechtsextremen, nicht prinzipiell, sondern taktisch/strategisch bedingt ist, wird weiter belegt von der Zusammensetzung der Gruppe von (nur) ungefähr 200 Demonstranten die am frühen Morgen des 20. Januar 2010 von der PVV zugelassen wurde bei der Manifestation vor dem amsterdamer Gerichtsgebäude zur Unterstützung der Person Wilders bei der ersten Instanz seines Prozesses. Eine Reportage mit vielen Interviews, veranstaltet von der eher rechten Website "GeenStijl.nl", zeigt eine ganze Reihe von bekannten und unbekannten holländischen fascho-Revanchisten, Antisemiten und marginalen "Loonies", die mit "Wilders Akbar" Slogans paradierten... Eine kleine publizitäre Fehler. Verursacht durch dem beruhigendem Fakt, dass die Masse seiner Anhängern zwar beängstigt, sondern nicht aktivistisch geneigt ist. Zur Agitation sind nur echte (bewusste oder unbewusste) Rassisten bereit.
... schon voller Identifizierung mit israelischer Genozid-Befürwörtern und amerikanischen Iran-Bombern!
Aber, die meist überzeugende Belege von Wilders' nicht-transparenten aber engen Beziehungen zu den dunkelsten Kriegshetzern und Befürwörtern einer Genozide auf Palästinensern und Arabern, wenn nicht auf allen Menschen die von einer jeweiligen Art des Islams geprägt sind, finden wir nicht in Europa, sondern in Wilders' Expeditionen nach Israel und nach den Vereinigten Staaten.
In Israel wurde Wilders NICHT von der Regierung empfangen, sondern NUR von Mitgliedern der Israël Beteinu Partei, des Genozid-geneigten Aussenministers der Netanyahu-Regierung. Das war weit weg genug von der holländischen Presse und - Öffentlichkeit, um keine grosse Gefahr für seinen demokratischen Glaubwürdigkeit zu sein. Und, tatsächlich, die holländische Presse hat es nicht aufgegriffen.
Geld sammeln bei Pipes und seinen Freunden
Was diese Presse auch kaum aufgegriffen hat, sind Wilders' Lesungen-Tours in den Vereinigten Staaten. Mit der Sponsorisierung von Daniel Pipes' Netzwerken von extrem-rechten Synagogen, fundamental-christlichen Sekten und amerikanischen Politikern die von der baldigen Untergang Europas überzeugt sind, sammelt Wilders Millionen von Dollars ein für seinen undurchsichtigen finanziellen Tresoren. (Daniel Pipes: "... a six-number (financial transfer) to Wilders").
"Six-number" heisst minimum: eine- und maximum: neun Millionen Dollars!
Weil Wilders' Partei- und Stift-Finanzierung unter niederländischer Gesetzgebung, nicht einer Veröffentlichungspflicht unterlegen sind, und während er glattweg sich freiwilliger Veröffentlichung verweigert hat, wissen wir nicht, wieviel Geld und von wem, die Wilders-Agitation heute unterstützt.
Die millionenstarke Wilders Anhängerschaft weiß es auch nicht. Eben die nächste Mitarbeiter Wilders, die Mitglieder seiner "Fraktion" (PVV-Gruppe im Parlament) haben keinen Einsicht in der Finanzierung ihrer Organisation. Denn die "Partei" PVV hat nur eines einziges Mitglied: Herr Wilders!
Was ist die Unterschied zwischen der Wilders- und der Al-Qaeda Finanzierung?
Der Mann, der sich zu profilieren sucht als der prinzipiellste Verteidiger der Demokratie, der individuellen Verantwortung, kurz, der zivilisierten Gesellschaft, er komplottiert mit düstern Kriegshetzern, lässt sich finanzieren wie eine Mafia-Organisation oder wie Al-Qaeda!
Schon ist ein beachtliches Teil der niederländischen Delegation im Europa-Parlament von Wilders bestimmt. Das heißt, das die sechs (sieben) Parlamentarier von der PVV für Barroso gestimmt haben und gegen eine Verurteilung der Verhaltungsweise Berlusconis. Werden sie auch für das Abkommen mit der CIA zur Totalüberwachung der europäischen Bank-Transfers stimmen?
Ich bin sicher, dass die meisten Wilders-Anhänger in den Niederländen, wenn befragt, entweder Barroso, noch Berlusconi, befürwortet hätten. Und überwachungsfreie Geldüberweisungen? Fast hundert Prozent dafür und Null dagegen!
Somit, wage ich es zu sagen dass Wilders eine grosse Gefahr darstellt dür die Demokratie, nicht nur in den Niederländen, sondern in ganz Europa!
Womit ich nur sagen möchte, dass der schlaue Verkauf von Parlamentsvertretungen an ausländischen Interessengruppen, schon weit vorgegangen ist, und nicht nur in exotischen Beitrittsländern wie der Slowakei oder Bulgarien, sondern im Herzen Europas, in einem der 20 größten Ökonomien der Welt...
Bitte, lesen Sie auch mein Artikel in der Neuen Rheinischen Zeitung, hier!

24 Februar, 2008

Ulfkotte braucht sich nicht zu kümmern über österreichischen Gipfelkreuzen

Österreich. Es gab einmal einer FPÖ Politiker (Herr Westenthaler), der wenig verstand von modernen Zeiten.
2006 fiel er in der Falle eines Witzes, der von wiener anti-Islamophoben schön aufgestellt war.

In einem Brief fragten angebliche Muslime, ob es nicht möglich wäre, die "Gipfelkreuze", die man oben auf vielen Bergen Österreichs sieht, in "Gipfelhalbmonden" zu verwandeln?

Er wertete es als Beweis der "schleichenden Islamisierung Österreichs" und Europas.

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Und nicht nur er.

Ulfkotte tat es auch.

Politisch Korrekt, (dort gibts mehr, und siehe auch Duckhome), hat heute das (letzte) Wort:

"BZÖ-Politiker und Haider-Parteigenosse Westenthaler hat wegen seiner peinlichen Lachnummer nun auch eine eine deftige juristische Niederlage erlitten:

BZÖ-Obmann Peter Westenthaler muss auf der Homepage seiner Partei und im ORF-’Report’ die Vorwürfe gegen Alpenvereins-Vizepräsident Andreas Ermacora widerrufen.

Und vergessen wollen wir natürlich auch nicht (wieder aus der Frankfurter Rundschau):

Wie ein begossener Pudel müsste sich auch der deutsche Journalist und selbst erkorene Experte für islamischen Terrorismus, Udo Ulfkotte, fühlen. Der nämlich wertet den Brief heute noch als Beleg für die schleichende Islamisierung des Abendlands. In seinem Buch ‘Heiliger Krieg in Europa’ führt er das Kreuz mit dem Gipfelkreuz neben weiteren Exempeln als eindeutigen Beweis dafür an, dass sich unter der Ägide der ägyptischen Muslimbruderschaft das christliche Antlitz Europas nach und nach in ein muslimisches verwandle.

Ulfkotte.jpgEs ist natürlich nicht zufällig, dass Ulfkotte es ebensowenig verstanden hat als der Rechtsextremist Westenthaler. Obwohl er abstreitet, dass er zum europäischem Rechtsextremismus gehört, ist er "irrtümlich" und ganz zufällig, immer in ihrer Gesellschaft.

Wird Ulfkotte, endlich, nach diesem Urteil, erkennen, dass er in seinem Buche Hass geschürt hat mit faktisch falschen Behauptungen?

Wir gestatten ihm zwei Tage. Nachher, werden wir Akte Islam und Pax Europa zur Verantwortung ziehen.

(1. Bild: "swissislamminarett", vielleicht inspiriert durch der österreichischen "Zipfelhalbmond", im "Brüssel 9/11" shop des Dr. Ulfkotte bei "Sweatshirt", Leipzig.

2. Bild: Udo Ulfkotte, Photo Doris Ulfkotte).

Und wäre es auch denkbar, dass dieses Bericht des Akte Islams (September 2007), nur der Phantasie der Dhimmis zuzuschreiben sei?

Beleidigen österreichische Auto-Kennzeichen der Steiermark den Islam ?

In Österreich hat man von den Schönheiten des Islam in der Vergangenheit nicht sonderlich viel mitbekommen. Das ändert sich seit einigen Monaten. Denn die noch kleine (kaum mehr als 400.000 Menschen zählende) muslimische Gemeinschaft des Landes wächst schnell und tritt selbstbewusst auf - zu selbstbewusst für viele Österreicher. Wie jedes österreichische Bundeland, hat auch Graz, Hauptstadt der Steieremark, ein Wappen. Uber dieses Wappen heißt es auf der Homepage der Steiermark: "Das Wappen des Landes Steiermark ist in grünem Schild der rotgehörnte und -gewaffnete silberne Panther, der aus dem Rachen Flammen hervorstößt." Über dem Wappen ist eine Krone - und sie wird von einem Kreuz gekrönt. Und so sieht ein typisches PKW-Kennzeichen mit dem Wappen der Steiermark aus:



Auf Seite 14 berichtet uns die österreichische "Kronenzeitung" nun ganz versteckt darüber, dass der Glaubenskrieg von islamischen Mitbürgern nun auch auf den Kennzeichen ausgetragen werde. Zunächst waren es vor allem muslimische Taxifahrer in Graz, die auf ihren Kennzeichen einfach das Kreuz weggekratzt haben.:

Die Polizei ermittelt gegen die um sich greifende Unsitte wegen "Urkundenfälschungen", die Politik wiegelt ab. Schließlich könnte es ja wirklich sein, dass österreichische PKW-Kennzeichen die muslimischen Mitbürger beleidigen. Und so sieht man derzeit in der Steiermark folgende Kennzeichen auf den Fahrzeugen von Muslimen, bei denen das Kreuz einfach weggekratzt wurde - und die Polizei weiß nicht so recht, ob sie die Fahrer nun belangen sollte oder nicht; nach einigen Tagen berichtete auch die Zeitung "Die Presse" über die Vorfälle. Während Journalisten in Graz bislang etwa 30 Fälle registrierten, sprach Zeitung "Die Presse" von nur 18 Fällen (Quelle: Die Presse):
(Alle abgebildeten Zeitungsausschnitte hat die Redaktion aus Graz mitgebracht)
Manche Muslime der Steiermark sollen das Kreuz auf den Fahrzeug-Kennzeichen angeblich durch einen ins Blech gekratzten Halbmond ersetzt haben. Unterdessen treten sie auch für den Bau zahlreicher Moscheen in Österreich ein. Bislang gibt es nur zwei Moscheen im Land - aber mehr als 200 Gebetsräume. In Graz soll nun die erste Moschee der Stadt gebaut werden. Die Politik unterstützt dieses Vorhaben - bis auf wenige Ausnahmen. In der Bevölkerung allerdings regt sich der Unmut. Denn von der Integration der Muslime ist in der Steiermark derzeit nur wenig zu spüren.
Mein Kommentar:
Ulfkotte war ende September 2007 auf Reisen in der Schweiz und in Österreich. Er ist "die Redaktion", die diesen Trophäen nach Deutschland eingeführt haben soll.
Handelt es sich um einem echtem Kreuzzuge der Musulmännern, oder ist dieses Vorfall auch nur ein guter Witz?
Gerne Auskunft von meinen grazer Freunden!

30 Januar, 2008

Ulfkotte verwandelt Pax Europa in "Zukunft DE" mit schweizerischem Kosmetikkapital

Wir hatten es schon gewittert: Der Verein Pax Europa e.V., der in Dezember verschwunden ist aus dem "Akte Islam" Banner, wird nächstens liquidiert. Gute Nachricht für die deutschen Blogger die von Ulfkotte verklagt sind. Denn Ulfkotte hatte "Pax Europa" als Mitklagerin gegen ihnen eingeschaltet und versucht, auf diesem Wege, den verhofften Ertrag seiner gerichtlichen Erpressungen zu verdoppeln.
Die gute Nachricht kommt aus der Schweiz. Der Tagesanzeiger des 28. Jänners 2008 veröffentlicht ein Bericht von Bettina Müller met dem Aufschrift: "Was ein Christenhilfswerk mit Islamgegnern verbindet". Die Schweitzer werden gewarnt:
Der Gründer des internationalen christlichen Hilfswerks CSI warnt mit der islam-kritischen Pax Europa vor Muslimen. Nun distanzieren sich Politiker, die bisher fürs Hilfswerk warben.
Wie die Muslimbruderschaft, missbrauchen auch evangelische Christen die Opferbereitschaft einfacher Glaubiger und christlicher Abgeordneter zur Schürung der Fremdenfeindlichkeit:
Als der evangelische Pfarrer Hansjürg Stückelberger 2007 kurz vor den Wahlen um Support bat, mochten die angefragten Politiker nicht Nein sagen. Sie liessen sich auf Stückelbergers Homepage abbilden und zitieren.
Aber es handelte sich nicht um einer friedlichen Verteilung von Bibeln an Einwohnern christfeindlicher Staaten:
Der 71-jährige Stückelberger sieht Muslime als Menschen, «die unter dem Einfluss eines lügnerischen Geistes stehen». In alarmistischen Tönen beschwörte er, Europa werde wegen des Islams «zu Eurabia». Und in seinen auch online zugänglichen Schriften («Kreuz und Kopftuch», «Durch die Türkei nach Eurabia») werden Schweizer zu Opfern und Muslime zu Tätern: «Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber», schreibt der frühere Minenwerfer der Schweizer Gebirgsinfanterie. Mit Sätzen wie «Die Zuwanderung von Muslimen ist eine Gefahr für die Demokratie und für alle damit verbundenen Freiheiten» will er «das christliche Menschenbild in Europa» retten.
Unsere Leser werden es schon verstanden haben: Dieser minenwerfender Pfarrer ist genau dasjenige, was Udo Ulfkotte unter judeo-christliches Erbgut versteht. Aber die Gesinnungsverwandtschaft ist nicht nur theoretisch, aber ebensosehr praktischer und finanzieller Art. was Udo Ulfkotte in Deutschland anscheinend vergebens gesucht hat, nämlich kapitalstarken Pax-Europa-Mitglieder, das gibt es im Umfeld des Minenwerfers aus der Schweiz:
Pharma-Unternehmer finanzierts

Dem Pfarrer ist der Vorwurf nicht neu, er missbrauche ein christliches Hilfswerk als Deckmantel für Religionshetze. Damit seine Mission gegen die Islamisierung der Schweiz und der Spendenfluss beim CSI nicht gebremst werden, hat er 2006 als weitere Organisation den Verein «Zukunft CH» gegründet.

Dieser Verein ist besser geeignet, um
politisch tätig zu sein. CSI und dessen Spendensumme taugten nicht, räumt Stückelberger ein, «um uns für eine Kultur der Freiheit einsetzen zu können». Mit dem Verein «Zukunft CH» solle das gelingen. Nicht bloss in der Schweiz, sondern europaweit. Wer beitritt, streitet nämlich nicht nur für «die Förderung von Schweizer Familien mit Kindern», sondern vor allem «gegen die schleichende Einführung der Scharia, dem islamischen Recht» in der Schweiz und in Europa.
In seinen Mitteilungsblättern warnt Zukunft CH vor einer Gefahr für die Demokratie und vor «extremem Islamismus», der mitten in Europa die Schweiz bedrohe.

Die Muslimbruderschaft hätte es nicht besser anstellen können: Wenn das religiöse, sanfte, Handwerk nicht mehr reicht, wird einfach eine neue Organisation eingesetzt. Ulfkotte hat es auch versucht. Wenn die Parteigründung auf rechts-ökologischen Grundlage nicht gelang, hat er "Pax Europa" gegründet, um naiven christlichen Familienväter dazu zu verführen, um ihm Geld zu geben um, angeblich, christlichen Werten zu fördern. In Wirklichkeit hat er das Geld eingesetzt für islamkritischer Hetzerei, und "Advocacy" (das heisst: mit juristischen Mitteln die Gegenstander einschüchtern und kriminalisieren).
Man könnte annehmen, dass eine Mehrheit der Mitglieder des Vereins Pax Europa ihr Geld nicht dazu bereitgestellt haben. Weshalb Ulfkotte sich jetzt andern Geldgebern zugewendet hat.

Im Vorstand des Vereins sitzen auch Leute, die gern noch etwas vehementer gegen Muslime auftreten als Vereins-Präsident und Pfarrer Stückelberger als gleichzeitiger Gründer eines christlichen Hilfswerks dies je tun könnte.

Dabei fällt ein Basler Unternehmer besonders auf.
Im Vorstand gilt der Pharma- und Kosmetikhändler Rudolf Syz aus Liestal nicht nur als engagiertester, sondern auch als zahlungskräftigster Mann. Zwar mag der mehrfache Millionär den Betrag nicht nennen, will aber «schon sehr viel Geld» investiert haben, um das Engagement gegen die Islamisierung der Schweiz auszubauen. «Und ich werde noch mehr investieren», kündigt Syz an. Dafür verzichte er gern auf einen Teil seines Vermögens.

Und darum habe er im Herbst mit Alt Nationalrat und Anti-Minarett-Initiant Ulrich Schlüer unter anderem eine Vortragsreihe von Udo Ulfkotte organisiert «und finanziert». Weil Stückelberger, Syz und Schlüer gemeinsame Interessen haben, stehen alle drei in engem Kontakt mit dem Deutschen Ulfkotte.

Wir erzählten schon vom ulfkotteschen Jehira in der Schweiz. Er ging unmittelbar nach dem brüsseler Fehlschlage des 11. Septembers ins Alpenland, obwohl dringende Angelegenheiten, wie die Bezahlung seiner juristischen Abenteuer in Belgien, ausstanden. Ich möchte mich nicht abwegig äussern über die ulfkotteschen Beweggründen, aber man dürfe nicht ausschliessen, dass die "finanzielle Hilfe" des Kosmetikhandlers Syz eine wichtige Rolle gespielt hätte bei der geographischen Prioritierung des ulfkotteschen Einsatzes. Geld: Nervus Rerum. Männerfreundschaft blüht auf:

Ulfkotte lobt Stückelberger, dieser lobt Ulfkotte.
Der rührige Ex-Journalist sagt, da die Schweiz und Europa Gefahr liefen, «vom politische Islam majorisiert zu werden», müssten Pax Europa und Zukunft CH gestärkt werden.
Stückelberger, Syz und Schlüer bringen Ulfkotte diesem Ziel näher. Unter dem Namen «Pro cultura Helvetica», hat Syz seit letztem Herbst viele Mitglieder angeworben.
«Pro cultura helvetica», so Ulfkotte und Syz, habe als «Ableger von Pax Europa»
gedient.
Man habe nicht mit dem Wort «Europa» werben wollen. Nun werden die «Pro cultura helvetica»-Mitglieder «Zukunft CH» einverleibt.
Diesen Verein und Pax Europa wollen Syz, Stückelberger und Ulfkotte dann zur grossen Bewegung ausbauen. «Gemeinsam sind wir zur Überzeugung gekommen, dass unser Schweizer Engagement und das Europäische sich gegenseitig verstärken müssen», sagt Syz. Zwar rechne er mit Widerstand von Muslimen. «Aber das macht mir kein Bauchweh», sagt Unternehmer Syz.

Er kämpfe weiter für eine Schweiz, in der «kein islamisches Recht
dominieren darf».
Ja, da gab es eine kleine Schwierigkeit: Diese Art Schwitzer mögen Europa nicht. "Pax Europa" wäre ihnen etwas Grausames. Ulfkotte hat da etwas hinnehmen müssen. Seine Europarlament-Phantasien hat er vorläufig eingesteckt. Wie Syz seine "Cultura Helvetica" Gefolgschaft nach "Zukunft CH" übersiedelt, so möchte ulfkotte auch seine Pax Europa-Gefolgschaft in einer neuen "Zukunft DE" einverleiben. "Zukunft DE": es ist beinahe wie "Pro DE", nicht wahr? Das Wichtigste ist vorläufig, dass man sich guter Laune und zuversichtlich zeigt:
Pax-Europa-Gründer Ulfkotte ist glücklich über die Schweizer Hilfe. Er schliesst nicht aus, Pax Europa nach der Fusion mit Zukunft CH umzubenennen: In Deutschland hiesse es Zukunft DE, in Frankreich Zukunft FR. «Mit ihren Mitteln können die Schweizer uns helfen, gegen die Islamisierung Europas zu kämpfen», fasst Ulfkotte zusammen.

Ich habe den Eindruck, dass die "Mittel" der Schweitzer unserm Freunde Ulfkotte nicht unwichtig sind. "Paris ist ja eine Messe wert", wie der französische König Heinrich IV Ende des XVI Jahrhunderts sagte, als er sich vom Protestantismus zum Katholizismus bekehrte um in Paris die Krönung zu erlangen. Schon in 2007 hat Ulfkotte sich Vertretern der jüdischen Gemeinschaft der Schweiz gegenüber berufen auf der Unterstützung die er von schweitzer Unternehmern bekomme. Jetzt wissen wir, um wen es sich handelte.

Vorläufig hat Ulfkotte sich voller Widerwillen von europäischen und deutschen Gesinnungsgenossen abgewendet, um den alpenländischen Fleischtöpfen ausbeuten zu können:

Syz spendet nach eigenen Angaben immer wieder viel Geld: Für Pax Europa, für Zukunft CH – aber auch für die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns), deren Vizepräsident er ist. Dass er auch im Unterstützungskomitee der Initiative «Gegen den Bau von Minaretten» sitze, sei nur logisch. Diese wurde von Auns-Mitglied Ulrich Schlüer initiiert. Sie sei aber nur ein Schritt, so Syz. Er und Stückelberger finden den Baustopp «wichtig». Gemeinsam mit Ulfkotte wolle man aber das eigentliche von Schlüer formulierte Ziel in die Welt tragen: «Wir müssen die Ausbreitung des Islams bremsen.»
Kosmetik. Einerseits sind es nur kosmetischen Anpassungen die Ulfkotte durchführt. Das eine hohle Wort ("Pax") wird ersetzt von dem anderen ("Zukunft"). Andrerseits, ist es natürlich ironisch, dass die Millionengewinne eines Handlers in teuflischen Produkten jetzt dazu dienen, um christlichen Werten durchzusetzen gegen eine Religion, die dergleiche Sachen auch strengstens verurteilt.

Worin unterscheidet sich die Antimuslimbrüderschaft vom Original?

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